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In diesem Jahr steht die authenticon unter dem Motto „Von der Technik zur Wirkung - Digitale Identitäten und Nachweise im Einsatz“. Nach der im Jahr 2024 von der EU-Kommission ratifizierten eIDAS 2.0 Verordnung bietet die authenticon in diesem Jahr eine Plattform für Expert*innen und Interessierte aus Wirtschaft und Verwaltung – darunter auch für unsere Nortal-Spezialist*innen. Im Mittelpunkt: Diskussionen über den Einsatz von wertschöpfenden digitalen Identitäten im Kontext eines ambitionierten Wallet-Ökosystems.
Am 11. und 12. März 2026 steht die authenticon an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden ganz im Zeichen von digitalen Identitäten. Hintergrund ist die novellierte eIDAS-Verordnung (electronic Identification Advanced Electronic Signature), die neue Ziele und Anforderungen für die elektronische Identifizierung setzt.
Ein zentrales Element ist die Einführung einer europäischen digitalen Identität (EUDI), die Bürger*innen sowie Unternehmen eine sichere Identifizierung online und offline ermöglichen soll. Die digitale Identität wird zum Schlüssel für einfache und sichere digitale Services – und damit zum Antreiber der Nortal-Vision zum Personal Government.

Titel: Vom Formular zum Attribut: BAföG als Blaupause für Wallet-Use-Cases
Wann? - Donnerstag, 12. März 2026 | 11 - 12.30 Uhr
Wo? - HTW Dresden | Andreas-Schubert-Straße 6, 01069 Dresden
Der BAföG-Antrag ist für viele ein komplizierter Dokumentenprozess. In unserem Workshop zeigen wir an einem konkreten Beispiel, wie man ein solches Verfahren fit für die EUDI-Wallet macht, damit Nachweise künftig digital bereitgestellt und genutzt werden können.
Gemeinsam bearbeiten wir ausgewählte Schritte aus dem BAföG-Prozess: Welche Nachweise eignen sich besonders gut für digitale Wallet-Nachweise (Verifiable Credentials)? Wie kommen die relevanten Angaben nutzerfreundlich in den Online-Antrag, ohne dass alles manuell abgetippt werden muss? Und wie wird am Ende geprüft, ob ein Nachweis echt und aktuell ist?
Ziel ist ein klarer, übertragbarer „Bauplan“, wie sich Verwaltungsleistungen systematisch in Richtung digitale Nachweise und Wallet-Nutzung weiterentwickeln lassen – vom Pilot hin zu einer Lösung, die auch im Alltag funktioniert.
Titel: Verwaltung trifft Wallet: Handlungsempfehlungen für die Anbindung an das EUDI-Wallet Ökosystem im öffentlichen Sektor
Wann? - Donnerstag, 12. März 2026 | 14 - 14:30 Uhr
Wo? - HTW Dresden | Andreas-Schubert-Straße 6, 01069 Dresden
Lilly Schmidt, Senior Consultant bei der Nortal AG, beleuchtet in ihrem Vortrag die Anforderungen an kommunale Nachweise, damit sie im EUDI-Wallet-Ökosystem wirklich funktionieren. Ihr Fokus: die Aufmerksamkeit von der „Wallet-Technik“ hin zu den eigentlichen Hebeln lenken, die in Prozessen, Datenmodellen und klaren Verantwortlichkeiten liegen.
Auf Basis der Kurzstudie des NEGZ (Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung) zeichnet Lilly Schmidt ein präzises IST-Lagebild aus drei Kommunen: Wo entstehen Medienbrüche? Wie werden Identitätsbindung, Echtheit, Gültigkeit, Aktualität und Widerruf heute abgesichert? Und welche Attribute gehören überhaupt in ein Credential? Daraus entwickelt sie ein belastbares SOLL-Zielbild entlang von eIDAS 2.0, Implementing Acts und ARF: rechtssicher, interoperabel, nutzerzentriert und betriebsfest.
„Die Herausforderung ist nicht die Wallet allein, sondern die Anschlussfähigkeit kommunaler Realität“, sagt Lilly Schmidt, „es geht um klare Zuständkeiten, saubere Attribute und belastbare Status- und Widerrufslogiken. Genau hier setzt die NEGZ-Kernstudie an.“
Titel: Wallets als Schlüsseltechnologie für privatsphäreerhaltenes Matchmaking, Personalisierung und Assistenz
Wann? - Donnerstag, 12. März 2026 | 14.30 - 15 Uhr
Wo? - HTW Dresden | Andreas-Schubert-Straße 6, 01069 Dresden
In diesem Vortrag zeigen wir, wie die EUDI-Wallet zu einem dezentralen, individuellen und vertrauenswürdigen Datenraum werden kann. Im Mittelpunkt stehen drei praxisnahe Einsatzrichtungen: Matchmaking, Personalisierung und Assistenz. Anhand konkreter Szenarien wird diskutiert, wie Wallets die passenden Daten bereitstellen können, um etwa geeignete Angebote zu finden, Services komfortabler zu gestalten und Menschen durch Assistenzsysteme zu unterstützen. Immer im Blick: die Wahrung der Privatsphäre durch Mechanismen wie Selective Disclosure.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den sogenannten „Self-signed Credentials“. Das sind Nachweise, die Nutzer*innen selbst ausstellen und die für viele Anwendungen ebenso relevant sein können wie verifizierte Claims. Die Session beleuchtet das Potenzial dieser neuen Datenkategorie für nutzer- und entwicklerfreundliche Anwendungen im Sinne von „Customisation as a Service“, ordnet zentrale Herausforderungen ein und skizziert notwendige Weiterentwicklungen.
Sprechen Sie uns direkt vor Ort an. Wir freuen uns, Sie persönlich vor Ort zu treffen und mit Ihnen über eine nahtlose, digitale Zukunft zu sprechen.
Philipp Rülke, Director Public Sector Strategy bei der Nortal AG, fokussiert sich auf die digitale Verwaltung, Change-Prozesse und innovative Strategien für den öffentlichen Sektor. Sein großer Erfahrungsschatz aus zahlreichen Transformationsprojekten mit dem öffentlichen Sektor machen ihn zum Thought Leader in diesem Bereich.
Als Senior Consultant bei der Nortal AG und als Expertin für digitales Identitätsmanagement sowie Technologiepolitik gründete Lilly Schmidt den AK Digitale Identitäten in der Verwaltungsdigitalisierung des NEGZ. Dort treibt sie das Thema Digitale Identitäten auf kommunaler Ebene voran. Seit 2025 ist sie Teil des NEGZ-Vorstands.
Als Senior Account Manager ist Timo Benker bei der Nortal AG für den Freistaat Sachsen zuständig. Der Experte für die Ende-zu-Ende-Digitalisierung von Verwaltungsleistungen und der Registermodernisierung begleitet Kunden von der Konzeption bis zur Umsetzung und fungiert als Schnittstelle zwischen strategischer Führung, IT und Fachseite.
Als Senior Consultant bei der Nortal AG begleitet Annika Venohr öffentliche Organisationen bei der Umsetzung von Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben. Ihr Schwerpunkt liegt auf der operativen Steuerung, der Koordination von Stakeholderstrukturen sowie der Übersetzung strategischer Ziele in tragfähige Umsetzungskonzepte.
Kontaktieren Sie uns, um einen persönlichen Termin auf der Konferenz zu vereinbaren.