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Was ist der nächste Trend nach IoT? Wie wäre es mit „IoH“ – dem Internet of Humans!

von Nortal HQ, September 25, 2017

Bis 2020 sollen weltweit etwa 30 Milliarden Internet of Things-Geräte am Netz sein. Ein Experte ist der Meinung, dass wir Menschen als nächstes dran sein könnten – und sollten.

So weit her gegriffen wie dieser Satz klingt, ist er aber nicht. Das „menschliche“ Element in dieser Gleichung wäre die sichere elektronische Identität (E-ID) einer Person – dieses vielseitige Tool wird in immer mehr Ländern genutzt und ermöglicht die zweifelsfreie Identifizierung einer Person in der digitalen Umgebung. Wenn sich die Bürger auf eine sichere elektronische Identität verlassen können, haben sie die Möglichkeit, ihre Geschäfte auch online abzuwickeln und staatliche E-Dienste zu nutzen.

In Märkten, die das volle Potential dieser Lösung ausschöpfen, ist die E-ID zum Digitalisierungsmotor geworden; neben einer verschlankten Bürokratie sowie Kosten- und Zeitersparnissen zieht ein solches Umfeld auch Talente und Spezialisten an. Deshalb spricht sich Karina Egipt, E-ID-Expertin bei Nortal, dafür aus, die E-ID global zu etablieren. Und damit kommen wir dem „Internet of Humans“ schon sehr viel näher.

„Wir alle haben unsere eigene, einzigartige physische Identität“, erläutert Egipt. „Über verschiedenste globale Dienstleister (Google, Facebook, etc.) haben wir dazu noch eine elektronische Identität, die aber an bestimmte Industrien oder Firmen gebunden ist. Viele Länder führen schon jetzt für alle Bürger eine äußerst nützliche und sichere elektronische Identität, welche die problem- und nahtlose Nutzung verschiedener staatlicher Dienste ermöglicht.“

Der nächste Trend nach dem IoT? Wie wäre es mit dem Internet of Humans?

Der positive Effekt der E-ID – sowohl für dessen Nutzer als auch staatliche Institutionen – hat noch mehr Länder in der ganzen Welt dazu motiviert, die Arbeit an ähnlichen, eigenen Systemen aufzunehmen. Das Problem liegt hierbei jedoch darin, legt Egipt dar, dass die jeweiligen Lösungen nur innerhalb der Staatsgrenzen funktionieren und die technologische Interoperabilität stark eingeschränkt ist. Jedes Land hat unterschiedliche Prozesse, mit denen es einen Bürger identifiziert. Daher kann ein Bürger eines Landes mit seiner E-ID keine Firma in einem anderen Land gründen.

Um diese grenz- und branchenübergreifende Herausforderung zu meistern und tatsächliche Weltbürger zu sein, müssen wir laut Egipt eine gemeinsame Vision und einen kollaborativen Lösungsansatz schaffen, um einen international akzeptierten Plan zur eindeutigen Online-Identifizierung durchsetzen zu können. Wir müssen die verschiedenen Konzepte und Technologien integrieren, um das Potential der digitalen Transformation vollends auszuschöpfen.

Solche Integrationen sind nichts Neues: In den 1980ern wurde ein einheitlicher Standard für IP-Adressen geschaffen, damit alle Computer und andere Rechengeräte eine einzigartige Identifikationsnummer im Netz haben. Diese Standards wurden international beschlossen und durchgesetzt, sodass jedes Gerät individuell identifizierbar ist.

„Es wird niemals eine einzige technologische oder sicherheitsrelevante Lösung geben, auf die sich alle Länder weltweit einigen können. Das ist absolut nachvollziehbar. Die Diskussion, die ich gern breiter führen würde, geht aber über das Thema der Technologie hinaus“, erklärt Egipt.

„Auf den ersten Blick scheint es wie ein ausdrücklich technologisches Thema, aber wir müssen versuchen, die Technologie gegen moralische und ethische Prinzipien abzuwägen. Wie können wir das Grundrecht auf Privatsphäre auch in Zukunft sicher wahren? Wir müssen alle Risiken in Betracht nehmen; was wird beispielsweise geschehen, wenn Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz Menschen chancenlos zurücklassen?“ fragt Egipt.

Nortals E-ID-Expertin Karina Egipt wird auf der World E-ID and Cybersecurity-Konferenz im französischen Marseille (25.-27. September 2017) eine Keynote Speech zum Thema „Secure Governance of Digital Identity and Authentication” halten . Die World E-ID and Cybersecurity-Konferenz ist eines der wichtigsten Treffen in der Branche; das estnische ICT-Cluster wird durch Karina Egipt von Nortal und Georg Nikolajevski von SK ID Solutions vertreten. Außerdem wird der estnische Botschafter in Frankreich, Alar Streimann, eine Rede zur Errichtung der digitalen Gesellschaft und E-Estland halten.

Für weitere Informationen darüber, wie Nortal mit Ihnen gemeinsam ein starkes E-ID-System aufbauen kann, klicken Sie hier.

Karina Egipt

Karina Egipt

Karina Egipt arbeitet als E-Identity Impact Manager bei Nortal und hat sieben Jahre Erfahrung im Bereich elektronischer Identitäten. Sie weiß, dass die Implementierung der elektronischen Identität mit neuen Personalausweisen und Technologien nicht getan ist. Der Erfolg der E-ID hängt von einem ausgeglichenen und systematischen viergliedrigen Entwicklungsprozess ab: E-ID-Instrumente und -Technologie, passende und hilfreiche E-Dienste, die auf der richtigen rechtlichen Basis ruhen, Erneuerung menschlicher Angewohnheiten, und Inklusion. Bei weiteren Fragen können Sie Frau Egipt gern eine E-Mail schreiben.