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Weshalb Sie sich zweimal überlegen sollten, ob Sie auf den Blockchain-Zug aufspringen wollen

von Gustav Poola, Senior Technology Analyst für Nortal, January 12, 2018

Die Welt scheint momentan im Blockchain-Rausch – in den verschiedensten Branchen sind Unternehmen dazu bereit, Millionen für die neue Technologie auszugeben. Für viele von ihnen wird sich diese Entscheidung als kostenschwerer Fehler herausstellen.

Schon bevor die Bitcoin für Schlagzeilen sorgte, wurde die Blockchain – die Technologie hinter den meisten Kryptowährungen – in der Technologiebranche heiß diskutiert. Einige Experten feierten die dezentralisierte Architektur der Blockchain als „das neue Internet“. Andere waren hingegen verständlicherweise skeptisch.

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sein System auf der Blockchain aufzubauen oder sich in Richtung der Blockchain zu orientieren, muss sich zwei Fragen stellen: „Welche spezifischen Probleme versuche ich zu meistern?“ und „Ist die Blockchain die beste Lösung für genau diesen Sachverhalt?“

Vertrauen und Integrität

Zuerst müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass die Blockchain eine Distributed-Ledger-Technologie ist. Bei einer öffentlichen Blockchain ist der Ledger über verschiedenste Mitglieder (Nodes) im Internet verteilt. Jegliche Veränderungen an diesem Ledger werden von allen Mitgliedern dieser Blockchain verifiziert und synchronisiert. Durch diese dezentralisierte Struktur ist die öffentliche Blockchain ungemein transparent und gut gegen Hacker-Angriffe geschützt.

Die #Blockchain kann für viele Anwender ein teurer Fehler sein

Hilfreich ist die Blockchain auch für die Speicherung und Archivierung von Geldüberweisungen; so können zentrale Überwachungsorgane umgangen und die Datenintegrität gewahrt werden. Ein gutes Beispiel ist Kodaks blockchaingestütztes Archivierungssystem, das auf diese Weise Vertrauen und Integrität schafft. Es schützt sowohl die unveränderbare Identität der Fotografen als auch die Integrität ihrer Fotos.

Häufig wollen Unternehmen und staatliche Institutionen jedoch die private Blockchain nutzen. Bei dieser Art der Blockchain überschreibt und verifiziert der „Inhaber“ der Blockchain jede Transaktion selbst und überträgt diese Rechte an eine ausgewählte Gruppe von Leuten, mit der er eine vertrauliche Umgebung schaffen möchte.

Diese private Lösung bietet jedoch nicht den gleichen Grad dezentralisierter Sicherheit, den das öffentliche Modell von Natur aus anbietet. Wenn man einer Organisation die Kontrolle über eine private Blockchain überlässt, ist dies genau so riskant wie ein System ohne Blockchain.

Zu den obengenannten Einschränkungen kommt dann noch der Fakt, dass der Ledger unveränderbar ist. Nutzer der privaten Blockchain müssen auch vor dem Hintergrund der neuen, EU-weiten Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), insbesondere des Rechts auf Vergessenwerden, eine Entscheidung darüber treffen, welche Daten sie erheben und speichern wollen.

Die Blockchain ist kein Allheilmittel. So wie jedes andere Tool hat sie ihre Stärken, die man sinnvoll nutzen kann. Analysieren Sie Ihre Systeme. Machen Sie sich darüber Gedanken, was genau Sie brauchen. Finden Sie heraus, ob und wie die Nutzung der Blockchain Ihnen tatsächlich helfen könnte. Erst dann können Sie mit Sicherheit sagen, ob die Blockchain für Ihr Unternehmen tatsächlich eine sinnvolle Investition ist.

Gustav Poola

Gustav Poola

Gustav Poola ist Senior Technology Analyst bei Nortal und befasst sich in erster Linie mit der Frage, wie mit der Verschmelzung von Trust Technologies und Informationskonzepten die größtmögliche Wirkung im digitalen Zeitalter erreicht werden kann. Er kann dafür auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Embedded-Technologies-Branche zurückblicken. Poola hilft Ihnen gern dabei, die Blockchain bestmöglich zu nutzen oder Ihr Unternehmen in Einklang mit der DSGVO zu bringen. Schreiben Sie ihm einfach eine E-Mail.