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Wie Facebook die Produktion optimieren kann

Nortal HQ, February 21, 2019

Das beliebteste soziale Netzwerk der Welt eignet sich nicht nur zum Teilen von Katzenvideos. Rein zufällig vereinfacht es sogar den Betrieb von Fabriken.

Im Bereich der Fertigungssoftware finden derzeit viele Veränderungen statt. Bis vor kurzem waren die Systeme, die den Betrieb der Fabriken (insbesondere der Produktionslinien) steuern, d.h. Parameter einstellen und Ausfälle verhindern, meist Client-Server basiert. Sie wurden je nach Bedarf auf Servern und Desktops installiert und liefen innerhalb der Anlagen.

Im vergangenen Jahr hat sich jedoch eine grundlegende Verlagerung hin zu browserbasierten Lösungenvollzogen. Der Wechsel kam schnell und unerwartet. „Vor ein paar Jahren konnte man so etwas noch nicht einmal vorschlagen. Heute sind die meisten der neuen Systeme browserbasiert“, sagt Kari Juntunen, Nortal-Vizepräsident für den Bereich Key Accounts.

Der größte Vorteil des browserbasierten Ansatzes sei, dass er die Durchführung von Updates viel einfacher mache. Statt dem traditionellen Vorgehen, eine neue Softwareversion auf jedem PC in der Produktionsstätte zu installieren, muss ein Systemanbieter wie Nortal nur noch die auf dem Server befindliche Version aktualisieren. Dies kann auch ohne Weiteres aus der Ferne erfolgen.

Welche Rolle spielt Facebook dabei?

Anfang der 2010er Jahre entwickelten Ingenieure von Facebook ein Front-End Programmiertool namens React. Ihr ursprüngliches Ziel war es, die Programmierung von Facebook selbst zu erleichtern. Aber wie sich herausstellte, ist React auch äußerst nützlich für die Erstellung der browserbasierten Schnittstellen, die derzeit die Industrie im Sturm erobern.

„Derzeit ist React eine der beliebtesten JavaScript-Bibliotheken für die Erstellung webbasierter Benutzeroberflächen. Es ist die bevorzugte Technologie unseres Teams und wir haben sie erfolgreich für die Erstellung von Webanwendungen für verschiedene Industrieprojekte eingesetzt“, so Juntunen. Es gäbe ähnliche Angebote auf dem Markt, aber React sei relativ leicht zu erlernen, flexibel, einfach und verfüge über hervorragende Werkzeuge.

Zudem bietet diese Technologie einen großen Vorteil in der Entwicklungsphase: Architekten und Programmierer müssen nicht mehr bis zu einem Jahr mit der Erstellung einer Demo verbringen. „Anstatt wie früher eine Demo zu programmieren, können Sie nun Dinge auf Ihrem Bildschirm skizzieren und React erstellt den lauffähigen Code automatisch. Diese Lösung spart eine Menge Zeit und Geld.“

Vertrauen schaffen

Laut Juntunen weist Nortal seine Kunden aus der Branche seit bereits fünf Jahren auf die Verwendung browserbasierter Benutzeroberflächen hin. Dennoch hätte es viel Widerstand gegen diese Idee gegeben. „Die allgemeine Einstellung war, dass Browser für Facebook und Spiele sind, nicht für ernsthafte Arbeit“. Die größte Sorge galt natürlich der Datensicherheit. Juntunen verweist auf Nortals Verwendung robuster, integrierter Sicherheitsmaßnahmen, die den hohen Anforderungen langjähriger Kunden gerecht werden. Trotz dieser Argumente seien die Kunden vorsichtig gewesen.

„Erst jetzt beginnen die Unternehmen den Systemen zu vertrauen. Grund dafür könnte der öffentliche Sektor sein, in dem diese Technologien schon seit Jahren genutzt werden. Ein anderer Grund ist, dass die Werkzeuge mittlerweile so fortschrittlich sind, dass wir sie leicht demonstrieren können.“

Auch das Thema Geschwindigkeit wird von Kunden häufig angesprochen, die befürchten, dass eine Verzögerung die Produktion stören könnte. Juntunen betont, dass Latenz in der Praxis noch nie ein Problem gewesen sei.

„Sobald ein Kunde die Demo sieht und andere Kundenfälle nachvollzieht, ist er überzeugt. Dienlich ist natürlich auch, dass sich browserbasierte Schnittstellen schnell zum De-facto-Standard für Fabrikanwendungen entwickelt haben. Tatsächlich sind alle neuen Systeme, die wir erstellen browserbasiert.“

Betrachte man das Gesamtbild, sei es nicht überraschend, dass ein soziales Netzwerk Einfluss auf die Veränderung der Prozesse in den Fabriken hat, so Juntunen. „Heutzutage hat sich das Spiel geändert. Giganten wie Facebook und Google stellen die brillanten Köpfe ein und entwickeln alle wichtigen Programmierwerkzeuge.“

Angesichts des schnellen Tempos der Softwareentwicklung könnte es sein, dass Nortal in naher Zukunft auf andere Front-End Entwicklungswerkzeuge als die von Facebook umsteigt. Der Trend, die Fabriksysteme für die Vorteile des Internets zu öffnen, sei jedoch kaum abzuwenden.

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Ergin Tuganay

Ergin Tuganay

Ergin Tuganay, Partner und Leiter des Bereichs Industrie 4.0 bei Nortal, verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in einer Vielzahl von Bereichen der industriellen Automatisierung und datengesteuerten Technologie. Auf Grundlage des eigenen Hintergrunds im Bereich Geschäftsentwicklung und Erfahrung in Führungspositionen, hat er mehreren Industriekunden weltweit bei der Digitalisierung ihrer Fertigungsabläufe geholfen. Ergins Geheimwaffen sind seine fundierte, praktische Kompetenz in traditionellen OTs (PLC, DCS, SCADA, OPC, MES/MOM) und sein Wissen über die neuesten IT-Architekturen, wie Edge, Cloud und Big Data. Ergin verfügt unter anderem über eine Zertifizierung der Kompetenzen in den Bereichen MES/MOM-Methoden (MESA CoC) und Microsoft Azure.

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