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Was ist, wenn es nur wenige Sekunden dauert, um Ihr Produkt zu upgraden?

Helen Kokk, Leitung in den Bereichen User Experience und Service Design, February 26, 2020

Was haben gov.uk, Pinterest, die Financial Times und Dropbox gemeinsam? Ihre Produktentwicklungsteams arbeiten mit Vollgas und mithilfe einer geheimen Zutat – dem Design System, einem Werkzeug, das Ordnung in das Chaos der Zusammenarbeit bringt –, dieses beschert ihnen Kohärenz, Geschwindigkeit und Konsistenz.

Im Zentrum einer jeden Produktentwicklung steht die Zusammenarbeit zwischen den Stakeholdern aus unterschiedlichen Bereichen. Der Kunde, der Product Owner, der Designer, der Analytiker und der Entwickler – sie alle haben eine etwas unterschiedliche Beziehung zum Produkt. Deshalb stehen die Chancen für eine fehlerhafte Kommunikation sehr gut, die von einem endlosen hin und her über Korrekturen auf Pixel-Niveau gespickt ist und von Streitereien über die Farbe eines Buttons. Diese Unterschiede in der Beziehung zum Produkt bedeuten einen langsamen Entwicklungsprozess, verpasste Fristen und besonders ein Ergebnis, das meilenweit neben der ursprünglichen Vision und den Bedürfnissen des Endkunden liegt.

Deshalb liegt der Schlüssel einer reibungslosen Produktentwicklung in einem Management der Erwartungen. Und da kommt das Design System ins Spiel. Ein Design System ist ein Werkzeug, das Ordnung in das Chaos der Zusammenarbeit bringt. Es bietet einen strukturierten und angeleiteten Weg zum Aufbau von Lösungen für Produktprobleme und, am wichtigsten, es hält jeden auf demselben Stand bezüglich der Denkweise, geteilten Werten und Arbeitsweisen.

Mit unzähligen Erfolgsfällen wird das Design System ein Hygienefaktor für eine optimierte Produktentwicklung. Sofern Sie diese neue Religion erkunden, gibt es einige wenige Faustregeln, die Ihnen helfen, das Beste aus diesem schönen System herauszuholen.

Holen Sie alle an Bord

Beim ersten Aufkeimen einer Idee alle an Bord zu holen und miteinzubeziehen, verstärkt den Sinn von Besitz und damit die Motivation und das Verantwortungsgefühl. Auf diese Weise wird der zukünftige Prozess seltener die Einstellung „mein Teil ist getan“ beinhalten. Jeder Stakeholder kann mitreden und hat eine Verantwortung beim Wachsen und Nähren dieses sich beständig entwickelnden und kollektiv geformten Produkts.

Wählen Sie die richtige Philosophie aus

Bei der Suche nach Ihrer Religion geht es darum, sich an den Werten zu orientieren, die sie trägt. Dasselbe gilt auch für die Auswahl Ihres Design Systems. Seine Philosophie besteht aus Werkzeugen, Mustern, Bestandteilen und Anleitungen, aber am wichtigsten, es definiert die Werte der Zusammenarbeit, wie wir denken, agieren und arbeiten.

Und die Schönheit dieser Philosophie liegt in ihrer Zweckmäßigkeit. Dies ist weit entfernt davon, nur eine Gedankenübung zu sein. Die greifbaren Vorteile schließen die Automatisierung Ihres Entwicklungsprozesses mit ein und eliminieren die Integrationsschwierigkeiten durch das Testen in Echtzeit, das Lernen und die Verbesserung. Wenn sämtliche Stakeholder aktiv in einen konstanten Entwicklungsfluss einbezogen sind und an der Vision arbeiten, dann werden im besten Interesse des Endnutzers der Geschäftswert und die erhofften Resultate gemeinsam eintreten.

Wie die Sahne auf der Torte gibt es international Tausende von Design Systems aus denen ausgewählt werden kann. Ob Sie populäre Klassiker wie Material Design schätzen oder ob Ihr Team am meisten von einem maßgeschneiderten System profitieren wird (wie wir uns bei Nortal entschieden haben). Eine Sache ist sicher, Sie verfügen über eine große Anzahl von Möglichkeiten, unter denen Sie die richtige für Ihr Team finden können.

Workshops, Workshops und Workshops

Kurz gesagt, ein Design System bietet Raum für qualitatives Wachstum und qualitative Beiträge. Weniger Zeit wird mit Diskussionen über technische Details verbracht und mehr Zeit dem Geschäftswert und dem Einfluss des Produkts gewidmet. Regelmäßige Workshops sind der Zeitpunkt und der Ort, an dem diese Magie stattfindet.

Workshops verbinden die Ambitionen bestimmte Ergebnisse zu erzielen mit der direkten Umsetzung in die Tat. In anderen Worten, jeder kann zusehen, wie aus einer Idee innerhalb von Sekunden ein zumindest praktikables Produkt wird. Dies verringert die „Heimblindheit“, indem eine sofortige Betrachtung des Designs und der Funktionalität angeboten wird. Weiterhin kann die Lösung in Echtzeit angepasst werden.

Als einen unschätzbaren Nebeneffekt für das Team bieten die Workshops ein unmittelbares Erfolgserlebnis. Die Aufregung hält jedes Mal an, ohne Ausnahme.

Das Zeitalter von DesignOps

Um die Vorteile eines Design Systems und von Workshops zusammenzufassen – das übergeordnete Ziel ist eine Stärkung der Zusammenarbeit, um bessere Arbeit mit größerer Wirkung zu erzielen. Dies erlaubt die Erwartung, dass das Zeitalter des designorientierten Ansatzes und der systematisierten Methoden für die Auslieferung immer wichtiger wird.

Für das NUX-Team bei Nortal hat unser Design System das Versprechen eingehalten und wir haben bereits zuverlässige KPIs in Bezug auf die Steigerung von Effektivität und Geschwindigkeit erhalten. Beispielsweise haben wir einen kürzlichen Entwicklungsprozess für eine auf KI basierende Industrielösung in Finnland Monate vor der ursprünglichen Frist abgeschlossen. Das Design System hat uns Zeit eingespart, die wir nun in zusätzliche Wertschöpfung investiert haben.

Klar ist, die aussagekräftige Metrik ermöglicht wichtige Änderungen in der Arbeitsweise, aber zur selben Zeit besteht auch ein entscheidender Vorteil in der Häufigkeit von Änderungen. Das Design System entzündet die Kraft der Agilität und lässt nicht zu, dass alte Methoden den Produktlebenszyklus blockieren und ihn zu einem endlos grüßenden Murmeltier werden lassen.

Das Design System in Verbindung mit den Workshops ermöglicht einen organischen Zugang zur Produktentwicklung, während es gleichzeitig die Effizienz erhöht und sowohl Zeit als auch Geld spart. Die beeindruckendste, wenn auch nicht immer messbare, Messgröße ist jedoch der unzweifelhafte qualitative Gewinn des kohärenten Prozesses und des punktgenauen Ergebnisses.

Helen Kokk

Helen Kokk

User Experience and Service Design Lead

Helen Kokk, User Experience and Service Design Lead at Nortal, has almost 15 years of experience with user experience and user interface design. She’s passionate about entrepreneurship, branding and identity. Kokk has helped clients rethink their approach to the UI and UX for their services on numerous occasions and would be happy to do the same for you. Get in touch with her via email.

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